Archiv der Kategorie: Persönliches

Idiopathischer Po-Ping

Pingpo

Aua! Mein Po hat Ping! Seit einiger Zeit bereitet mir ein immer größer werdender Pickel an der rechten Pobacke Schwierigkeiten durch Schmerzen. Nach einigen Kilometern Fahrradfahren beginnen die Probleme. Und wenn ich mich am Nachmittag nach getaner Arbeit wieder auf den Sattel schwinge, gehen sie gleich weiter, als ob es keine Pause gegeben hätte. Das Dumme ist, dass ich nicht genau weiß, woher der Pickel kommt. Meine Diagnose: Idiopathischer Po-Ping. Wenngleich ich einen Verdacht hege… Weiterlesen


Neues ausprobieren: Alternativer Heimweg

Ich war es leid, auf meinem Heimweg unfreundliche Hauptverkehrsstraßen zu benutzen. Gewöhnlicherweise fahre ich nach der Arbeit immer bei meinem Lieblingssupermarkt vorbei, um noch schnell die für das Abendessen notwendigen Dinge zu besorgen. Der zügig zu befahrende Weg führt mich allerdings auf einer der Hauptverkehrsadern (Universitätsstraße – Weißhausstraße) entlang. Ich war es vor allem leid, an der Kreuzung zur Luxemburger Straße mich diskret vor den Autofahrern aufzustellen, um geradeaus auf der Fahrbahn weiterfahren zu können. Je nach Verkehrsaufkommen bedeutet es etwas Stress, die in ihrer freien Fahrt behinderten Autofahrer hinter mir beim Umschalten der Ampel auf grün zu spüren.

Also habe ich vor Kurzem einen neuen Weg ausprobiert. Er führt mich entlang der Kerpener Straße über die Sülzburgstraße. Dieser Weg ist zwar der Beschilderung nach nicht gerade radfahrerfreundlich, aber er bringt mich bei weniger Autoverkehr zügiger an mein Ziel. Weiterlesen


Das neue Jahr pustet

Rheinhochwasser

Da pustet einen das neue Jahr richtig durch: Graue Wolken, sturmartige Böen, anfallsartiger Nieselregen und der Rhein erlebt auch ein Hochwasser. Nach den Feiertagen bin ich nun endlich wieder auf dem Fahrrad unterwegs zur Arbeit und genieße das eigentlich nicht besonders schöne Wetter. Obwohl es zu warm für diese Jahreszeit ist (was ich am Schwitzen unter meiner warmen Bekleidung bemerke) bläst mir ein kalter Wind entgegen, der das Umschalten auf das vordere leichtere Ritzel erwirkt. Weiterlesen


Fahrradliebe

Ich liebe mein Fahrrad! Das wird mir immer dann deutlich, wenn ich es einmal gerade nicht zur Verfügung habe, weil es in der Werkstatt ist. Der Gedanke, es würde gestohlen werden, löst bereits antizipierende Verlustgefühle aus. Rick Darge hat einen Kurzfilm veröffentlicht, der diese Gefühle in besonderer Weise zum Ausdruck bringt. Weiterlesen


Alltagsradler in der Straßenbahn: Enge

Der Alltagsradler ist mal wieder mit der Straßenbahn unterwegs. Und mir ist erneut bewusst geworden, weshalb ich lieber Fahrrad fahre als die öffentlichen Verkehrsmittel in Köln zu benutzen. Das Motto der Kölner Verkehrsbetriebe lautet ja “Wir bewegen Köln”. Das tun sie zwar auch. Aber die Bedingungen für mich als Fahrgast sind nicht sehr angenehm.

Enge, nicht entrinnbar

Mal abgesehen davon, dass die Fahrt zumeist länger dauert als im Fahrplan vorgesehen, weil sich mehrere Linien ein Gleis teilen – das eigentliche Problem sind so manche Menschen. So begegneten mir neulich Musik hörende Menschen, die in meiner Nähe Platz nahmen. Ich höre gerne Musik, aber nicht diese dumpf-klirrenden Klangreste aus den Kopfhörern Anderer. Und wie jedesmal führt das dazu, dass ich mir nahezu die ganze Fahrt über Gedanken mache, ob ich die für die akustische Luftverschmutzung verantwortliche Person anspreche oder andere Aktionen unternehme, um die Störung zu beseitigen. In solchen Momenten verfluche ich meine Agressionsgehemmtheit. Hinzu kommt das Erdulden von mir völlig fremden Menschen auf den Sitzplätzen neben oder vor mir. Meiner Erfahrung nach kann man den atmosphärischen Schwingungen der Menschen einfach nicht ausweichen. Und egal, wohin ich mich auch im Wagon setze, die Situation bleibt letztlich immer die gleiche.

Die theoretischen Überlegungen der Leibphänomenologie empfinde ich hier in der geschlossenen Situation eines Straßenbahnwagens ganz praktisch erfahrbar. Ich erlebe sie als eine Enge, der ich nicht entrinnen kann. Wobei es dabei sicherlich auch darauf ankommt, wie ich mich selbst in dem Moment fühle.


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