Ich bemerkte es an der langsameren Geschwindigkeit bei gleichbleibendem Schalt- und Trittverhalten: Die Reifen brauchen wieder mehr Luft. Allerdings habe ich inzwischen keine Lust mehr, erst ein Fahrradgeschäft aufzusuchen, das eine “öffentliche” Standpumpe bereithält oder gar mit meiner normalen Luftpumpe zu hantieren. Und so setzte ich einen schon vor langer Zeit entstandenen Entschluss endlich um und suchte nach einer Standpumpe mit Manometer. Aus mehreren Gründen sollte es ein derartiges Gerät sein.
Zum einen kann durch das Fassungsvermögen der Standpumpe mehr Luft auf einmal in den Reifen gepumpt werden als mit meiner kleinen Power-Luftpumpe und gleichzeitig wird der Kraftaufwand durch die Griff- und Standrohrkonstruktion minimiert. Zum anderen habe ich durch das Manometer die Kontrolle über den tatsächlichen Luftdruck im Reifen. Das wird sicherlich auch hilfreich sein, wenn ich im Winter den Druck etwas minimieren möchte, um besser über den Schnee fahren zu können.
Bei Globetrotter griff ich zu und wählte ein Modell mit einem Aluminiumrohr, einem angenehm wirkenden Griff, einem für die Füße ausreichenden Standfuß, einem Manometer und einem wechselbaren Ventilkopf (da mein Freund und ich unterschiedliche Ventile an den Rädern haben). Die Standpumpe namens “Avignon” von Meru war das günstigste Angebot (knapp 20 Euro). Wahrscheinlich haben die teureren Modell noch einige zusätzlichen Eigenschaften, aber für meine Bedürfnisse scheint die erstandene Pumpe bestens geeignet. Zuhause angekommen habe ich sie – dem Bedarf entsprechend – natürlich gleich ausprobiert. Und ich war recht zufrieden. Die anschließende Probefahrt über die Straße zeigte mir, dass ich zukünftig wohl doch häufiger die Reifen aufpumpen sollte – so leicht und widerstandsfrei ließ es sich fahren. Nun habe ich ja im heimischen Fahrradkeller einen direkten Zugriff auf die Pumpe, so dass ich hoffentlich demnächst weniger abwartend sein werde.







