Archiv der Kategorie: Fahrradkauf

Money, money, money: Meine Fahrradkosten 2011

Im Jahr 2011 habe ich einiges für mein Fahrrad ausgegeben. Aus dokumentarischen Gründen will ich das hier mal auflisten.

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Über Speichenreflektoren und speichenreflektorenfreie Fahrräder verkaufende Händler

Ist es eigentlich möglich, dass Händler Fahrzeuge verkaufen dürfen, die nicht vollständig gesetzlichen Vorschriften entsprechen? Ja, im Fahrradhandel ist dies augenscheinlich ohne Not selbstverständlich. Zu dieser Erkenntnis bin ich nunmehr (einmal wieder) gelangt, als ich mich näher mit der lichttechnischen Ausstattung meines Fahrrades beschäftigt habe.

Ich fühlte mich bislang sehr gut ausgestattet. Die vorgeschriebenen Leuchten sind vorne und hinten angebracht und werden von einem Nabendynamo betrieben. Ein roter Reflektor ist zusätzlich am hinteren Schutzblech befestigt. Die gelben Rückstrahler an den Fahrradpedalen sind einwandfrei. Meine Gepäcktaschen haben zusätzlich nach hinten strahlende Reflektorbänder. Doch als ich nun einen Beitrag von “der Radler” las, in dem er seine eigene “Lichtausrüstung” beschrieb, wurde mir deutlich, dass mir etwas fehlte. Weiterlesen


Faszination Tandem

Ich freue mich immer über begeisterte Radler. Leute, die das Fahrrad als Alltags- und Reisevehikel gebrauchen. Hübsch fand ich es im August, im Vorgarten des gegenüber liegenden Hauses ein junges Paar dabei zu beobachten, wie ein schön rotes Tandem zusammengebaut wurde. Irgendwie faszinierte mich das Tandem und regte meine Phantasie an. Weiterlesen


Alltagsradfahrer werden: Was braucht es dafür?

Auch im Alltag: Kurze Pause

Mal abgesehen davon, dass ich nie einen Führerschein gemacht habe: Ich denke, wer innerhalb Kölns unterwegs ist, braucht doch nicht wirklich ein Auto zu benutzen. Das Fahrrad ist tatsächlich für die Alltagswege geeignet. Wenn nun jemand das Auto stehen lassen möchte und auf das Fahrrad für die alltäglichen Wege umsteigen möchte: Was braucht es dafür? Hier einige Hinweise eines Tagtäglichfahrers (nachdem ich die äußerst anregenden Tipps von Andy gelesen habe).

  1. Benutze ein gutes Fahrrad, keines von der Kaufhausstange. Je billiger desto schwerer das Fahren über die Zeit und desto anfälliger das Material. Lege Dir Fahrradmäntel zu, die beim Überfahren von Scherben nicht gleich kleinbei geben. Benutze einen Sattel, der sich auch nach einer halben Stunde noch gut am Po anfühlt.  Habe eine Gangschaltung, die zu Deinem Fahrverhalten passt und die auch die kleinen Widerstände in der Stadt durch Anhöhen oder Wind mühelos erscheinen lässt. Benutze eine Lichtanlage, die Dir immer zur Verfügung steht ohne dass Du heftiger treten musst (z.B. angetrieben durch Nabendynamo).
  2. Lege Dir Fahrradtaschen zu, die Du seitlich am Gepäckträger aufhängen kannst. Das ist praktischer als ein Fahrradkörbchen. Eine Tasche kann alles enthalten, was Du für die Arbeit und das Fahren benötigst. Eine andere, optionale Tasche enthält genug Stauraum für die vielleicht notwendige Regenbekleidung (Regenjacke, Regenhose, Gamaschen; ja, man kann auch bei Regen fahren) und die Einkäufe, die Du ggf. auf dem Heimweg erledigen möchtest. Selbst ein kleiner IKEA-Markthallen-Einkauf ist meiner Erfahrung nach schnell zu verstauen.
  3. Verwende ein oder zwei Fahrradschlösser, die Dein Fahrrad gut schützen (am besten ein Bügelschloss als Hauptsicherung). Schließe das Rad möglichst an festen Gegenständen an (Fahrradbügel, einbetoniertes Straßenschild).
  4. Halte Dich an die Verkehrsregeln, fahre umsichtig und antizipiere das mögliche Verhalten anderer Verkehrsteilnehmer. Dann ist auch ein Fahrradhelm nicht notwendig. Achte darauf, welche Radwege benutzungspflichtig sind (mit den blauen Schildern 237, 240 und 241 gekennzeichnet) und welche nicht. Wenn sie es nicht sind, kannst Du legal auf der Straße fahren und die Autofahrer können Dich viel besser wahrnehmen.
  5. Suche Abkürzungen/Wege durch Grünstreifen oder Parks. Das macht mehr Spaß und die Stadt wird sich Dir in ganz neuer Weise erschließen.
  6. Denke nicht wetterabhängig. Auch auf dem Fahrrad kannst Du Dich wettergemäß kleiden. Schwitzt Du viel bei Sonne, ziehe Funktionskleidung an, die Du z.B. am Arbeitsplatz wechseln kannst mit normaler Kleidung. Ist es kalt, ziehe Dir mehrere Schichten Kleidung an, die Du bei Bedarf auch wieder entfernen kannst, so dass es passt. Ist es regnerisch, benutze eine regenabweisende Jacke und passe Deine darunter liegenden Kleidungsschichten an. Wenn Du viel schwitzt ist es nur wichtig, dass beim Tragen von Funktionskleidung (die Feuchtigkeit/Schweiß abtransportiert) alle Schichten aus derartigen Funktionsstoffen bestehen; Baumwollschichten vereiteln den Effekt.
  7. Auch wenn die Auswahl und das Anlegen der wetterentsprechenden Kleidung manchmal lästig wirkt, erhöht sie doch den Genuss des Radfahrens. Und der Genuss wird dadurch gesteigert, dass Du am alltäglichen Autostau bequem vorbeifahren kannst.
  8. Ignoriere Idioten, die Dich anhupen, obwohl Du legal auf der Straße fährst.
  9. Klingele heftig, wenn Du Idioten begegnest, die den Radweg als Gehweg betrachten.
  10. Überhole langsamere Fahrradfahrer mit Bedacht. Klingeln oder Nichtklingeln ist eine Sache der Situation (obwohl man häufig falsch liegt).
  11. Genieße das Fahren an der frischen Luft – ohne Dach über dem Kopf und ohne schwitzende und lärmende Menschen in der Straßenbahn.

Vielleicht hören sich die Hinweise für die eine oder den anderen etwas zu technizistisch oder zu umständlich an. Diese Dinge habe ich selbst erst nach und nach entdeckt und umgesetzt. Man lernt mit der Fahrerfahrung viel dazu. Viel Vergnügen beim gesunden, adrenalinabbauenden und morgendlich-wachmachenden Radfahren!


Vom Verlust und Neukauf eines Zweitschlosses

Nein, es war doch kein Ast, der mir neulich beim zügigen Fahren den rechten Fuß streifte. Am Ziel angekommen bemerkte ich beim Anschließen meines Fahrrades, dass das Spiralschloss an seinem Platz unter dem Sattel fehlte. Anscheinend hatte ich es beim letzten Anbringen an der Schlosshalterung nicht richtig befestigt. Das Spiralschloss ist zwar nicht die Hauptsicherung, wenn ich mein Fahrrad irgendwo anschließe, diese Funktion erfüllt ein Bügelschloss. Mit dem Spiralschloss schließe ich mein Vorderrad an den Rahmen an, da dieses einen Schnellverschluss hat; nun blieb das Vorderrad erst einmal ungeschützt. Dies bereitete mir wohl auch deshalb ein komisches Gefühl, da ich es mir einfach über die Jahre angewöhnt habe, mein Fahrrad auf die stets gleiche Art und Weise zu sichern. Nun fehlte halt etwas. Ich begab mich zwar auf die Suche nach dem verloren gegangenen Schloss und fuhr am darauf folgenden Tag dieselbe Strecke noch einmal ab. Gefunden habe ich es dabei jedoch nicht.

Da das Spiralschloss allerdings mindestens aus dem Jahre 1990 stammte und sich die Sicherheitstechnik seitdem sicherlich weiterentwickelt hat, machte es einfach Sinn, dass ich mir ein neues zulegte. Als Zweitschloss sollte es auch wieder ein Spiralschloss werden. Drei Vorteile bringt dies für mich mit: Erstens ist es sehr flexibel, um das Vorderrad mit dem Rahmen zu verbinden. Zweitens ist ein Spiralschloss relativ leicht. Drittens kann ich es am Sattelrohr befestigen; das Rahmendreieck ist bereits mit dem Bügelschloss belegt. Da ich meine Schlösser immer von der Firma Abus kaufe, sollte es also auch diesmal von dieser Marke sein. Wahrscheinlich spielt hierbei ein grundsätzliches Vertrauen in die Produkte dieser Firma eine Rolle. Zudem hatte ich keine Lust, eine aufwändige Recherche zu betreiben, um das Beste vom Besten herauszufinden. Es sollte ja auch noch bezahlbar sein. Die vom ADFC genannte Faustregel, wonach einem der Diebstahlschutz fünf bis zehn Prozent des Neupreises wert sein sollte, finde ich dabei gut nachvollziehbar.

ABUS Booster 670

Und so erwarb ich das Abus-Schloss “Booster 670” für 22 Euro. Obwohl ich ja nicht wirklich technisch versiert bin und ich das Durchführen von Montagearbeiten möglichst vermeide, fiel es mir dann doch relativ leicht, die alte Schlosshalterung zu entfernen und an der Sattelstütze die neue anzubringen (obwohl mir aus irgend einem Grunde bei solchen Arbeiten der Schweiß immer massiv aus den Poren dringt…). Das Schloss hat eine gute Position unter dem Sattel und es lässt sich tadellos öffnen und schließen.

ABUS Varedo 47

Zusammen mit meinem Bügelschloss, das ich beim Fahrradkauf im Jahr 2009 erwarb (Varedo 47 von Abus) habe ich also insgesamt 74 Euro für den Diebstahlschutz ausgegeben. Bei einem Fahrradneuwert von 650 Euro gibt mir das entsprechend der o.g. Faustregel erst einmal ein gutes Gefühl der Sicherheit. Darüber hinaus sehe ich zu, dass ich mit dem Bügelschloss Hinterrad und Rahmenstange immer an einem festen Gegenstand anschließe, am besten an einem Fahrradbügel, einem einbetonierten Straßenschild oder einer ähnlichen Vorrichtung. Und wie bereits erwähnt, sichert das Spiralschloss zusätzlich durch das Verbinden des Vorderrades mit der Rahmenstange. Den gesamten Aufwand betreibe ich allerdings nicht, wenn ich mal kurz beim Bäcker oder Metzger halte, um schnell mal etwas einzukaufen. Ganz abgesehen davon, dass es zumeist keine Fahrradabstellanlagen in direkter Nähe gibt, stelle ich mein Rad wenn möglich am Schaufenster ab und sichere es lediglich durch das Bügelschloss. Da es in Sichtweite ist, kann ich es immer beobachten. Ohne Sichtkontakt müssen halt beide Schlösser angewendet werden; ich hätte sonst keine ruhige Minute im Laden.

Und sollte es trotz bester Absicherung dennoch mal anders kommen und z.B. ein Lockpicker meint, mein Fahrrad stehlen müssen, tröstet mich immer noch meine Fahrradversicherung mit einer Entschädigung; so weit wird es aber hoffentlich nicht kommen müssen. Glücklicherweise bin ich bislang von jeglichem Fahrraddiebstahl verschont geblieben. Und das führe ich zunächst einmal auf meine Sicherungsmaßnahmen zurück.


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