Ein neuer Fahrradhelm

Mit der neuen Regelmäßigkeit, mit der ich nun wieder meinen Arbeitsweg mit dem Fahrrad bestreite, kam für mich auch erneut die Frage auf, wie ich es mit dem Thema Fahrradhelm halte. Schließlich existiert keine Helmtragepflicht und eine Positionierung hierzu ist notwendig. Ich hätte Daten aus statistischen Untersuchungen für die Entscheidungsfindung heranziehen können. Die Lage ist mir aber zu unübersichtlich (vgl. Bicycle Helmet Research Foundation). Leitend für meine Entscheidung waren deshalb eher meine früheren Erfahrungen.

Alter Helm von helt-pro mit Mützen

Vor meinem Abbruch des regelmäßigen Radfahrens trug ich ungefähr zwei Jahre lang einen Fahrradhelm. Dieser war von der Marke helt-pro. Wegen seines Aussehens habe ich ihn auch gerne getragen, konnte ich doch verschiedene Mützenüberzüge nutzen. Ich fand es auch immer lustig, von anderen auf den Helm angesprochen zu werden: „Ist das ein Fahrradhelm? Der ist ja schick!“ Nun, den Helm habe ich immer noch, aber ich werde ihn nicht mehr nutzen. Zum einen heißt es, dass Helme nach einigen (fünf?) Jahren ihre innere Stabilität verlieren können und ausgewechselt werden sollten. Zum anderen weist der Helm laut Klassifizierung nicht die Schutzwirkung auf, die für den Fahrradverkehr vorgesehen ist. Diesen Umstand habe ich seinerzeit gut verdrängt, warb die Firma doch unumwunden für die Nutzung als Schutz für Fahrradfahrer. Nun, die Firma helt-pro gibt es inzwischen nicht mehr – aus welchen Gründen auch immer. Wenn ich schon einen Helm beim Radfahren trage, soll er natürlich auch einen Kopfschutz bieten in Unfallsituationen, die fahrradtypisch sind und nicht lediglich dem Herabfallen eines Gegenstandes entsprechen.

Neuer Helm von Casco

Um einen schnellen Überblick über mögliche Kriterien für die Helmauswahl und verfügbare Produkte zu erhalten, habe ich mich am letzten Test der Stiftung Warentest orientiert; er wurde im April 2017 veröffentlicht. Es schien mir Sinn zu machen, den Testsieger zu kaufen. Bestellt habe ich ihn bei einem speziellen Onlineversand für Fahrradhelme, damit er auch in der von mir gewünschten Farbe und Größe verfügbar ist. Den Kopfumfang habe ich zuvor gemessen (oder besser: messen lassen); mit den Angaben auf den Seiten des Onlineversandes und im Artikel der Stiftung Warentest konnte ich auch problemlos die richtige Helmgröße ermitteln.

Nun besitze ich also den Helm „Aktiv 2“ der Firma Casco. Nach den ersten Tragetagen kann ich sagen, dass er gut sitzt und erstaunlich leicht ist. Das Schweißgefühl an der Stirn hält sich in Grenzen, die Kopfhaut selbst ist gut belüftet. Optisch lässt sich sagen: Nun ja, für einen Fahrradhelm sieht er schick aus. Er ist funktional, aber für einen Nichtsportler wie mich wirkt er einfach zu sportlich. Als passendes Accessoire zur Städterkleidung ist er nicht zu bezeichnen. Aber wenn das der einzige Schmerz ist, lässt sich gut damit leben. Letztlich ist es wichtig, ihn zu tragen. Ich habe zumindest ein sichereres Gefühl, was mir nach meinen fahrradlosen Jahren nun hilft, wieder kontinuierlich im Sattel zu sitzen.

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