Nextbike: Ausleih-App und fehlende Fahrräder in Köln

Sommerzeit in der Stadt bedeutet auch wieder Hochsaison für Leihfahrräder. Die DB-Leihfahrräder sind schon seit Monaten an vielen Straßenecken zu sehen und auch die damit radelnden Menschen. Nun (Ende Juli) schickt sich die Verleihfirma Nextbike an, eine kölnweite Plakataktion zu starten. Sie wirbt damit, dass es das Fahrradverleihsystem nun auch als App gäbe (womit wahrscheinlich ja nur die Organisation eines Leihrades gemeint sein kann). Als ich gestern das Plakat entdeckte, habe ich den QR-Code des Plakats mit meinem iPad gescannt und mir die App einmal heruntergeladen.

Nach dem Starten der App werde ich sogleich in den Registrierungsprozess geführt. Dieser verlang nicht nur meinen Namen und meine E-Mail-Adresse sondern auch gleich meine Adresse sowie Zahlungsinformationen (Kreditkarte oder Bankkonto). Soweit bin ich nun doch nicht gleich gegangen. Ich will doch nur einfach mal Einblick nehmen.

Die Applikation beinhaltet eine Karte, in der die Standorte der Fahrräder ausgewiesen werden. In Köln fand ich allerdings keine Verleihmöglichkeit angezeigt. Zu Hause habe ich dies am Computer über die normale Website des Verleihsystems überprüft und feststellen müssen, dass es in Köln augenscheinlich tatsächlich noch keinen Verleihstandort gibt (wie z.B. vorletztes Jahr am Rudolfplatz). Warum werden dann in Köln großzügig Plakate ausgestellt und mit der Möglichkeit des Fahrradverleihs geworben?

Das Ganze wirkt etwas unprofessionell (wenngleich die Plakate hübsch anzuschauen sind). Auf diese Weise wird man sicherlich dem Konkurrenten Deutsche Bahn keine Kunden abgewinnen.

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Über Roland Brühe

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5 responses to “Nextbike: Ausleih-App und fehlende Fahrräder in Köln

  • anonym

    Aktuell werden in Köln 6 Stationen angezeigt. Aber die Räder können nur an den Stationen zurückgegeben werden. Auch wenn das System etwas billiger ist als die DB Räder sind diese doch viel flexibler da sie nicht stationsgebunden sind. Und eine App gibt es bei der db auch.

    • Roland Brühe

      Heute habe ich am Rudolfplatz beim Vorbeifahren auch die ersten Räder auf Entleiher warten sehen. Ich war am Dienstag wohl zu früh dran. Die App zeigt mir jetzt 5 Stationen in Köln an (eine am Hauptbahnhof, die anderen vier entlang der Ringe). Ich finde wie Du auch, dass das System recht unflexibel ist, da man die Räder an einer Station zurückgeben muss und sich diese Stationen lediglich im inneren Innenstadtbereich liegen – eine Ausweitung der Stationen auf den Bereich des Gürtels wäre bei diesem Ausleihkonzept meines Erachtens mindestens geboten.

  • Mareike

    Hallo Roland,
    seit gestern Abend kannst du nextbikes in Köln ausleihen. Das die App dich gleich zur Registrierung führt, wäre mir neu.Ich hab’s grad nochmal selbst probiert. Eigentlich kannst du dir ja erstmal Räder in der Nähe ansehen (was eben erst seit heute in Köln richtig Sinn macht) unter dem Button Informationen alles zu den Preisen und dem System selbst erfahren etc. Wir sammeln gerade Hinweise für die Optimierung der App, was würdest du dir denn beim Start wünschen?
    Viele Grüße aus der nextbike-Zentrale

    • Roland Brühe

      Hallo Mareike,

      da war ich am Dienstag early-bird-mäßig wohl etwas zu früh dran…

      Als ich die App das erste Mal startete, verwirrte mich wohl das riesige Loginfeld (bei meinem iPad wird das ja sehr groß dargestellt, wenn ich den vollen Bildschirm nutze) und ich ging davon aus, dass ich ohne Registrierung keine Informationen erhalten. Wünschenswert wäre es deshalb aus meiner Sicht, auf dem Startbildschirm einen Button “Räder finden” o.ä. einzufügen. Die Symbole auf dem unteren Bildschirmrand erschließen sich dem “eiligen Benutzer” erst bei späterer Benutzung der App.
      Weiterhin fände ich es sehr gut, wenn die App als Universal-App für iPhone und iPad angeboten werden könnte (also mit optimierter Anzeige für das iPad).

  • Ein Fahrradkurier aus Hamburg

    In Hamburg ist das Prinzip der DB-Räder das gleiche wie bei nextbike. Die Dinger heißen hier “StadtRad Hamburg”. Es gibt Stationen zum Ausleihen und Abstellen. Durch die Menge der Stationen allerdings finde ich das ziemlich komfortabel, denn du weißt eigentlich immer, wo du ein Rad finden wirst. Und für eine halbe Stunde ist es auch noch kostenfrei. Ich denke, die Masse der Räder und/order Stationen wird über die Akzeptanz entscheiden. Konkurrenz kann auf jeden Fall nicht schaden.

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