Money, money, money: Meine Fahrradkosten 2011

Im Jahr 2011 habe ich einiges für mein Fahrrad ausgegeben. Aus dokumentarischen Gründen will ich das hier mal auflisten.

Das Ganze macht insgesamt 356,07 Euro im Jahr 2011. Wenn ich die Kosten nach Ausgabenarten sortiere wird deutlich, dass ich das meiste Geld für Ersatzteile ausgegeben habe. Und das nach gerade einmal zwei Jahren Besitz dieses Fahrrades. Insofern betrachte ich die Ausgaben für den Sattel mitsamt Ersatz-Geleinlage und den Gepäckträger plus Gepäckgurt als vermeidbar; die dadurch ausgetauschten Produkte hätten m.E. länger halten sollen, als sie es taten.

Nichtsdestotrotz habe ich weniger Geld ausgegeben, als es sich mit einem KVB-Abonnement für den ÖPNV zusammengetragen hätte. Von den Kosten für ein Auto möchte ich hier gar nicht schreiben, da ich dafür erst einmal einen Führerschein machen müsste.

Insgesamt bin ich also ganz zufrieden und hoffe, dass sich die Investitionen in die neue Hardware lohnen (wenngleich die Geleinlage des Selle Royale-Sattels ziemlich störanfällig ist, dazu aber an anderer Stelle mehr).

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Über Roland Brühe

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21 responses to “Money, money, money: Meine Fahrradkosten 2011

  • Malte

    Ich wäre froh, wenn ich nur annähernd soviel ausgegeben hätte. Mehrmals Vandalismusschäden beseitigen lassen (insgesamt knapp 200 Euro), neues Fahrradschloss (70 Euro), neue Winterreifen (100 Euro), neuer Scheinwerfer (50 Euro), neuer Kettenschutz (10 Euro), Bremsen reparieren lassen (20 Euro), Speichen nachziehen (20 Euro), Kette spannen (15 Euro). Ich weiß gar nicht, ob das schon alles war. Davon ausgenommen sind die ganzen Sachen, die ich ohne Werkstatt wieder reparieren kann.

    Immerhin: für den Preis kann ich mir beim Auto gerade mal einen Fensterheber wieder richten lassen.

    • Malte

      Ah, und plus Airzound für 30 Euro und Fahrradpumpe für 35 Euro. Und einen neuen Reflektor am Hinterreifen gab es auch noch. Man könnte die Liste wohl ewig fortsetzen.

    • Roland Brühe

      Die Winterreifen habe ich mir letztes Jahr gespart, nachdem der Winter so mild losging (ich hatte eigentlich geplant, mir im November Spikereifen zuzulegen für den Bedarfsfall).
      Köln scheint ja ziemlich harmlos hinsichtlich Vandalismusschäden zu sein; darunter habe ich noch nicht leiden müssen – glücklicherweise! Für alle Fälle sind solche Schäden aber in meiner Fahrradversicherung mit abgedeckt.
      Für mich – als Nichtselbstmontierer – habe ich festgestellt, dass es sich schon auszahlt, einen ordentlichen Fahrradladen um die Ecke zu haben, der nur das empfiehlt und durchführt, was wirklich notwendig ist. Da war ich vorher anderes gewöhnt und dementsprechend mehr Geld los geworden.

      • Alex

        Als bisheriger Selbstmontierer hab ich da direkt mal die Frage, ob du oder da einen guten Tipp hat für einen solchen Fahrradladen in der Südstadt. Bei mir sind mittlerweile so viele Sachen aufgelaufen, die gerichtet werden müssen (neue Kette, neuer Sattel, neue Bowdenzüge, evtl. neue Pedale, Schaltung richten, ….), dass ich mein Rad gern irgendjemandem geben würde, der sich damit auskennt. Und der einen eben nicht direkt ausnimmt. Auf der Bonner Straße sind ja einige Fahrradläden, aber ich war bisher in keinem von denen und bin daher für jeden Ratschlag dankbar.

      • Roland Brühe

        In der Südstadt kenne ich mich nicht so gut aus, noch weniger hinsichtlich Fahrradläden. Ich kann Sven Mika empfehlen mit seinem Laden im Gottesweg (ist ja auch nicht so weit entfernt). Der macht keine pauschalen Dinge, sondern schaut, was wirklich notwendig ist. http://www.radmika.com

      • Malte

        Tja, das mit dem Vandalismus ist vor allem direkt vor meiner Haustür passiert. Einmal hat jemand meine Fahrradgriffe abmontiert und dazu die Bremsen gelöst, um die Teile einfach abstreifen zu können. Seitdem stand mein Rad nachts immer im Keller, aber wenn ich mittags von der Uni kurz zum Mittagessen nach Hause fahre, dann schleppe ich das Ding halt nicht die Treppe herunter. Die halbe Stunde am Tage hat aber jemand genutzt, um vor meinem Küchenfenster nicht nur ein zweites Mal die Griffe zu klauen, sondern dabei auch die Bremsen, die Gangschaltung und die Beleuchtungseinrichtungen erheblich zu beschädigen.

        Oh, Gangschaltung war ja auch gerade erst eine Woche alt, die hatte damals 65 Euro (?) gekostet. Mir fällt tatsächlich immer noch mal etwas neues ein.

        Ich kann trotz meiner berühmten Ungeschicklichkeit inzwischen so manches selbst montieren, aber meistens mangelt es mir dann sowohl an den nötigen Werkzeugen als auch am Platz, weil ich das weder im dunklen Keller noch in der Wohnung machen möchte. Und wenn ich eh noch Ersatzteile brauche, dann kann das auch gleich der Fachmann machen.

        Da war ich auch übrigens ganz überrascht, früher habe ich mein Rad immer zu einem Händler geschleppt, der auch für relative Kleinigkeiten wie Bremsen austauschen oder neuen Sattel anbauen das Fahrzeug immer gleich für zwei bis drei Tage einbehalten hat. An der Auftragslage kann es nicht gelegen haben, inzwischen hat er in Ermangelung von Kundschaft schon geschlossen. Bei meinem neuen Händler kann ich das Rad mitunter innerhalb einer halben Stunde abholen, da hat noch nichts so lange gedauert, dass eine Übernachtung in der Werkstatt notwendig wurde.

      • Roland Brühe

        @ Malte: Eine halbe Stunde und jemand hat vor dem Küchenfenster die Griffe geklaut – unglaublich! Auch ich würde das Rad für eine solche Zeit nicht in den Keller schleppen. Einem Nachbarn von mir ist – da erinnere ich mich gerade dran – in einer ähnlichen Zeitspanne das ganze Rad geklaut worden, während es vor dem Haus ab- aber nicht angeschlossen stand. Unglaublich, was manche Leute machen. Da möchte man doch glatt das Adjektiv “asozial” vergeben. Es bräuchte eigentlich eine gesetzliche Verpflichtung für Vermieter, Abstellanlagen für Fahrräder vor dem Haus zu errichten – für Autoparkplätze gibt es sowas anscheinend ja schon. Allerdings würde dies auch nicht vor dem Diebstahl von Fahrradgriffen schützen…

      • Malte

        Vor allem: wer klaut denn Fahrradgriffe? Und dann auch noch zwei Mal? Reinen Vandalismus aus Lust an der Zerstörung könnte ich ja noch nachvollziehen, aber Fahrradgriffe?

      • Alex

        Danke für den Tip mit Sven Mika. Trotz der äußerst arbeitnehmerunfreundlichen Öffnungszeiten werd ich dem dann wohl mal einen Besuch abstatten. :-)

  • Andreas

    Ich habe für meine drei Räder im letzten Jahr außer zwei Schläuchen und einmal einen Satz Reelights (und das ist eher als Luxus zu werten) nix ausgegeben.
    Bei dem Gelsattel interessiert mich, ob das wirklich auch auf längeren Strecken bequem ist? Ich habe mal einen zur Probe gefahren und fand das äußerst unangenehm. Ich habe überall Ledersättel ohne Federung montiert. Auf dem Reiserad und dem Mountainbike mit einem “Shock-Absorber” und etwas weicherem Leder. Und die Sättel sind schon echt alt ;-)

    • Roland Brühe

      Den Gelsattel finde ich auch bei stundenlangem Fahren recht bequem. Allerdings hat der von mir im letzten Jahr gekaufte den Nachteil, dass die Geleinlage – die zur Bequemlichkeit erheblich beisteuert – nach wenigen Wochen immer an der gleichen Stelle (vorne, wo der Damm draufdrückt) leicht aufreißt und etwas Gel austritt. Wie ich finde, ist das eine Fehlkonstruktion. Ich überlege, doch meinem ursprünglichen Gedanken nachzugehen und mir einen Brooks-Sattel zuzulegen…

      • Andreas

        Genau das ist das Problem: “… da wo der Damm drauf drückt …” Dieses Gefühl möchte ich beim Sitzen nicht haben. Schon gar keine etvl. 100 oder mehr Kilometer am Tag. Man sitzt doch auf den beiden … äh … Arschknochen ;-) Und da ist ein harter Sattel wesentlich sinnvoller, da der Druck dann eben auch dort anliegt und sich das Gel nicht in die Weichteile drückt!
        Da will ich aber auch nicht missionieren ;-)

      • Andreas

        Meine Frau hatte übrigens auch lange einen Gel-Sattel und monierte bei längeren Strecken ein gewisses Unwohlsein. Seit ich ihr einen Brooks montiert habe, fährt sie auch mal eine längere Wandertour mit!

  • alexander

    Solange du nicht auch die gefahrenen Kilometer angibst, sagen die 356,07 Euro gar nichts aus.

    • Roland Brühe

      Die gefahrenen Kilometer kann ich nur schätzen, da ich sie nicht dokumentiere. Jede Woche stelle ich die “Tageskilometer”-Anzeige des Tachos allerdings auf 0; in der Regel bekomme ich da 50 bis 60 Kilometer angezeigt. So komme ich in 2011 wohl auf 2.500 bis 2.700 km. Und was sagt Dir das dann?

      • Malte

        Naja, ist halt ein Unterschied, ob man solche Kosten aufbringt, wenn man eh nur an drei Wochenenden mit dem Fahrradträger am Auto unterwegs ist oder das Fahrrad als tägliches Verkehrsmittel nutzt. Ich bin übrigens auf den Kilometer genau 2.000 Kilometer letztes Jahr gefahren. Es hätten gerne mehr sein dürfen.

  • ksued

    Das ist eine interessante Auflistung, die mir nochmal diverse Reparaturen und andere Werkstattbesuche in 2011 in Erinnerung ruft. Außer dem Rahmen gibt es an meinem Rad wahrscheinlich kaum noch Originalteile.

    @Alex: An der Bonner Str. kann ich entweder Stadtrad (Ecke Veledastr) oder Südrad (ggü. Mathiaskirchplatz) empfehlen.

  • Dirk

    Was bei deiner Betrachtung nicht auftaucht sind die Aufwendungen für Fahrradkleidung. Ich habe mir letztes Jahr einiges an neuer Fahrradkleidung zugelegt. Funktionsshirts, Fahrradhose, Windstopper-Jacke, neue Regenkleidung und und und. Da kommen insgesamt schon ein paar hundert Euro neben den Reparaturkosten für das Fahrrad zusammen.

  • Ulrike

    Bei mir waren’s 2010 3500 km (inkl. Radreise mit 700 km) und Kosten für Wartung 65 Euro und einen neuen PET-Trinkflaschenhalter hab ich mir gegönnt für ca. 15 Euro.
    Plus Klamotten für ca. 100 – 150 Euro.
    Das mit den Klamotten seh ich allerdings nicht so eng: erstens halten die ewig und 2. benutze ich das meiste davon auch für andere Aktivitäten wie Wandern, Langlaufen, Segeln etc.

  • Ulrike

    Ähm, ich meinte natürlich 2011!

  • Ranyo Schlak

    Schlimm das Ganze. Wirklich. Schöne Grüße aus Aseln, Ranyo

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