Hintergründig: Planung und Vollzug der Radwegsanierungarbeiten an der Aachener Straße

Radwegsanierung Aachener Straße (Foto: J. Pabst)

Wie ich bereits vor Kurzem erwähnte, kontaktierte mich eine Schülerin der Kölner Journalistenschule, und bat mich um meine Einschätzung zu den Rad- und Gehwegsanierungsarbeiten an der Aachener Straße. Die Arbeit von Josephine Pabst stellt eine Recherche dar, die sie in einem entsprechenden Bericht im Rahmen ihrer Ausbildung dargelegt hat. Leider dient diese Arbeit ausschließlich Benotungszwecken und sieht keine reguläre Veröffentlichung vor. Ich finde diesen Bericht allerdings sehr aufschlussreich. Frau Pabst gab mir die Genehmigung, ihre Recherchearbeit auf diesem Blog zu veröffentlichen, was ich auch gerne tue. Selten habe ich einen solchen Einblick in Verwaltungsvorgänge der Stadt Köln und Beurteilungen durch unterschiedliche Personen erhalten.

In ihrem Recherchebericht kommen neben ihren eigenen Erkundungen die Aussagen verschiedener Personen zur Sprache, so des Kölner Fahrradbloggers Marco  und des stellvertretenden Bürgermeisters von Köln-Lindenthal. Die Autorin verweist auf reichlich recherchiertes Material, das im Anhang dargestellt wird. Der Bestandsaufnahme- und Sanierungsplan der Firma Isaplan Ingenieur GmbH und der Stadt Köln zeigt indes sogar, dass teilweise nicht nur saniert werden sollte, sondern damit gleichzeitig auch eine Verschmälerung von Abschnitten des benutzungspflichtigen Radwegen zugunsten des Parkraumes für Autos einhergeht (teilweise von 2 Metern auf 1,6 Metern).

Hier die Dokumente:

Bestandsaufnahme- und Sanierungsplan Aachener Straße

Bei dieser Gelegenheit: Der Kölner Stadt-Anzeiger hat übrigens gerade auch ein Video veröffentlicht, in dem es um die Radwegesanierung im Stadtteil Lindenthal geht (danke an Wilfried für den Hinweis). Demnach ist natürlich alles superschön, wenn man den Worten des Leiters des Amtes für Straßen- und Verkehrstechnik, Klaus Harzendorf, folgt. Interessant wird es, wenn man seine Aussagen mit den Rechercheergebnissen von Frau Pabst vergleicht. Und wenn wir kurz den Blick auf die Niederlande werfen: Mark Wagenbuur hat im Blog “A view from the cycle path” gerade einen Beitrag veröffentlicht, in dem es um die gesetzlich nicht geregelte Breite von Radwegen in den Niederlanden geht. Dort wird deutlich, wie unterschiedlich breit ein- bzw. zweispurige Radwege im bekannten Fahrradland gestaltet sind.

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Eine Antwort zu „Hintergründig: Planung und Vollzug der Radwegsanierungarbeiten an der Aachener Straße“

  • Marco

    Ich habe das Material ja auch von Frau Pabst bekommen und kann attestieren, dass da schon reichlich starker Tobak in den Unterlagen zu finden ist.

    So läßt man z.B. ABSICHTLICH den Split auf dem “Radweg” liegen, damit er von den Radfahrern in die Fugen gefahren wird!

    Das ist -sogar für mich verständlich- ein übliches Vorgehen bei z.B. Autobahnbaustellen – auf “Radwegen” ist es völliger Irrsinn, da man zum einen die Radfahrer damit gefährdet (Rutschgefahr!) und sich zum anderen die kleinen Steinchen schön in meine dünnen Rennradreifen (mit denen ich eh nichts ‘in die Fugen’ fahre) reindrücken, was natürlich leicht für Pannen sorgt.

    Sehr interessant also, wieviel Ahnung die beteiligten Menschen von der Materie haben.

    Ein verschmutzter “Radweg” ist übrigens laut StVO nicht zumutbar und wird von mir entsprechend auch nicht befahren …

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