Irgendwie wiegt meine Office-Tasche immer so viel. Was habe ich nur darin verstaut, so dass das Ganze so schwer ist? Ich weiß inzwischen, dass ich zum Sammeln und Aufbewahren neige. Aber in der Tasche, die ich täglich mit meinem Fahrrad herumkutschiere und anschließend auch noch zum Ziel tragen muss, sollte ja eigentlich nur das wirklich Notwendige enthalten sein. Deshalb habe ich mal ausgepackt, um den Inhalt zu überprüfen (was auch dazu führte, dass ich ein bisschen in der Tasche aufräumen konnte). Hier das Ergebnis, in zufälliger Reihenfolge:
Papiere- Brille
- Geschenkgutschein für Odlo (ich weiß ja nicht, wann ich zum Einlösen komme)
- iPad in Crumbler-Hülle
- Datenstick
- Handy
- Portemonnaie
- Schlüsselbund
- Ricola Kräuterbonbons und Fisherman’s Friends-Dose
- Feuerzeug und Zigaretten
- Faltkopfhörer in runder Hülle
- Sattelüberzüge (von Brooks und – weil gerade geschenkt bekommen – von Selle Royal)
- Waschhandschuh (zum Abwischen des Schweißes)
- Stirnband (ebenfalls gegen den Schweiß)
- Fächer (gegen die Hitze am Zielort)
- Feuchte Waschlappen in einer Dose (zum Reinigen der Hände)
- Klettband für das Hosenbein
- Radhandschuhe (wenn es mal regnet)
- Luftpumpe
- Fotoapparat (zum Dokumentieren des Erlebten)
- Taschentücher
- Kölner Innenstadtplan (wenn das iPad mal ausfällt und ich nicht weiter weiß)
- Notizbuch
- Kugelschreiber
- Täschchen mit kleinem Spiegel, Handcreme, Bürste und Süßstoffspender
- Speicherkartenkonnektor für Karte vom Fotoapparat und iPad (für das sofortige Importieren und Veröffentlichen von Fotos)
- Konnektorkabel zum Verbinden des iPad mit einem Beamer
- Sonnenbrille im Etui (nur im Frühling und Sommer)
- Kleine Wasserflasche (manchmal)
Ergebnis der Überprüfung: Eigentlich ist alles unverzichtbar – ob wirklich dauernd benötigt oder nicht. Denn das Problem bei häufigem Aus- und Einräumen ist meiner Erfahrung nach, dass genau die Sachen immer fehlen, die gerade benötigt werden. Somit bleibt für zusätzliche Dinge leider kaum Platz. Ein kleines Buch, ein Apfel und ein belegtes Brot in der Tupperdose passen allerdings schon noch rein.
Und hier noch ein Blick in meine Back Roller-Tasche von Ortlieb, die ich auf dem Weg zur Arbeit, bei unbeständigem Wetter und beim Einkaufenmüssen immer zusätzlich mit mir führe:
- Gamaschen (damit die Schuhe beim oder nach dem Regen nicht allzu nass und dreckig werden)
- Regenhose
- Regenjacke (für wenn ich keine besondere Jacke anhabe)
- Tragegurt für die Tasche
Wenigstens in dieser Tasche bleibt ausreichend Platz, um Einkäufe zu verstauen.
Trotz all der Dinge, die ich mit mir herumführe (egal, wie notwendig man sie im Einzelnen findet) wird deutlich, dass zwei Taschen am Fahrrad im Alltag durchaus angebracht sind. Ob andere Radler auch so viel mit sich im Alltag herumtransportieren?


19. Juni 2011 um 21:30
Notizbuch und IPad ? Das Moderne ersetzt das Herkömmliche
19. Juni 2011 um 21:44
Im Prinzip ja. Aber manchmal muss ich zeichnen, mal eben schnell ein paar Gedanken notieren oder eine Sitzung mitprotokollieren; das geht mir mit dem Herkömmlichen immer noch schneller von der Hand…
19. Juni 2011 um 21:31
Feuerzeug und Zigaretten braucht man als “richtiger” Biker auch nicht wirklich.
19. Juni 2011 um 21:49
Wahrscheinlich bin ich kein richtiger “Biker”
(gibt’s eigentlich eine Typologie der Fahrrad fahrenden Menschen – Biker, Radler, Radfahrer etc.?). Ich würde mich als Alltagsradler bezeichnen und Rauchen gehört zu meinem Alltag…
20. Juni 2011 um 13:57
Und das alles transportierst du im Alltag mit dir herum? Oder hab ich das jetzt falsch verstanden?
MfG,
Seeger
20. Juni 2011 um 15:17
Genau, das ist der Alltags-Tascheninhalt. Denn ich weiß ja nie, wann ich eines dieser Dinge benötige; wäre ja doof, wenn gerade dann etwas nicht zur Hand ist…