Ich bemerkte es an der langsameren Geschwindigkeit bei gleichbleibendem Schalt- und Trittverhalten: Die Reifen brauchen wieder mehr Luft. Allerdings habe ich inzwischen keine Lust mehr, erst ein Fahrradgeschäft aufzusuchen, das eine “öffentliche” Standpumpe bereithält oder gar mit meiner normalen Luftpumpe zu hantieren. Und so setzte ich einen schon vor langer Zeit entstandenen Entschluss endlich um und suchte nach einer Standpumpe mit Manometer. Aus mehreren Gründen sollte es ein derartiges Gerät sein.
Zum einen kann durch das Fassungsvermögen der Standpumpe mehr Luft auf einmal in den Reifen gepumpt werden als mit meiner kleinen Power-Luftpumpe und gleichzeitig wird der Kraftaufwand durch die Griff- und Standrohrkonstruktion minimiert. Zum anderen habe ich durch das Manometer die Kontrolle über den tatsächlichen Luftdruck im Reifen. Das wird sicherlich auch hilfreich sein, wenn ich im Winter den Druck etwas minimieren möchte, um besser über den Schnee fahren zu können.
Bei Globetrotter griff ich zu und wählte ein Modell mit einem Aluminiumrohr, einem angenehm wirkenden Griff, einem für die Füße ausreichenden Standfuß, einem Manometer und einem wechselbaren Ventilkopf (da mein Freund und ich unterschiedliche Ventile an den Rädern haben). Die Standpumpe namens “Avignon” von Meru war das günstigste Angebot (knapp 20 Euro). Wahrscheinlich haben die teureren Modell noch einige zusätzlichen Eigenschaften, aber für meine Bedürfnisse scheint die erstandene Pumpe bestens geeignet. Zuhause angekommen habe ich sie – dem Bedarf entsprechend – natürlich gleich ausprobiert. Und ich war recht zufrieden. Die anschließende Probefahrt über die Straße zeigte mir, dass ich zukünftig wohl doch häufiger die Reifen aufpumpen sollte – so leicht und widerstandsfrei ließ es sich fahren. Nun habe ich ja im heimischen Fahrradkeller einen direkten Zugriff auf die Pumpe, so dass ich hoffentlich demnächst weniger abwartend sein werde.



14. Juni 2011 um 22:04
Standpumpe ist schon sehr angenehm! Ich habe seit Jahren eine SKS Air Xpress, die nach einer Modifikation an der Kolbenstange nun perfekt funktioniert. Warum SKS das nicht ab Werk hin bekommt? Keine Ahnung.
Kurz darauf hatte ich mir übrigens eine etwas größere Standluftpumpe aus Aluminium (die SKS ist aus Kunststoff) im Lidl für den halben Preis gekauft. Die hat nur 1 Woche gehalten! Danach war sie nicht mehr sinnvoll einsetzbar, das die Luft überall entweicht, nur nicht mehr aus dem Ventil in den Reifen.
Wer billig kauft, kauft doppelt
14. Juni 2011 um 23:16
Mal schauen, wie sich meine Standpumpe bewähren wird. Da ich erstmal 20 Euro nicht unbedingt billig finde hoffe ich, dass sie länger als die von Dir erwähnte Lidl-Pumpe hält. Interessanterweise wirkte sie übrigens (zumindest vom Rohr und vom Schlauch her) nahezu baugleich mit einem teureren Modell einer anderen Firma…
15. Juni 2011 um 07:02
Eine Standpumpe für den heimischen Fahrradkeller hatte ich mir auch vor rd. 2 Jahren angeschafft und es nicht bereut. Im Gegenteil – wenn die fünfköpfige Familie mal zur Fahrradtour aufbricht, sind damit schnell alle Räder auf ordentlichen Luftdruck gebracht.
Leider hat das Manometer jedoch die hohe Luftfeuchtigkeit im Keller nicht vertragen; seit 1/2 Jahr pumpe ich blind. Und der Griff sollte einen stabielen Eindruck machen. Ich kenne einige Pumbenbesitzer, die nur noch einhändig pumpen können, weil ihnen der halbe Griff abgebrochen ist…