Monatsarchiv: Januar 2011

Unsichtbare steinerne Begrenzungen

Der Schnee ist fort. Nun ist wieder ein zügiges Vorankommen möglich. Abgesehen von den üblichen Beeinträchtigungen und Erregungen durch Radfahrer ohne Licht, nebeneinander fahrenden langsamen Radfahrern oder Vorfahrt missachtenden Autofahrern stellt eigentlich primär der noch allüberall vorhandene Rollsplitt auf den Wegen und Straßen ein geschwindigkeitsreduzierendes Fakt dar. Es ist also fast alles normal.

Wie Sie sehen, sehen Sie nichts...

Außer den steinernen Pollern, die auf dem Radweg zwischen Universitätsvorplatz und der Kreuzung Universitätsstraße/Zülpicher Straße mal ab- dann wieder aufgebaut werden. Dank einer Baustelle, die wohl im Zusammenhang mit den Baumaßnahmen an der Universitäts- und Stadtbibliothek Köln steht, werden zwei steinerne Begrenzungspoller immer wieder entfernt und dann leider auch erneut in den Boden eingepflanzt. In der beständigen Feierabenddunkelheit der aktuellen Jahreszeit wirken sie durchaus störend – wenn nicht gar gefährdend. Der relativ breite Radweg wird durch diese wohl Autos aussperrenden Poller spontan verengt. Da sie keinerlei Licht reflektieren muss man schon um ihre Existenz wissen; das Licht am Fahrrad alleine lässt ihre Anwesenheit erst kurz vorher erahnen. In Kombination mit den vielfältigen Regenpfützen auf dem Radweg, die ich oftmals gerne umfahre, wirkt das mittige Passieren dieser Begrenzungspfosten manchmal wie eine slalomähnliche Radführung.

Ich frage mich, wie man auf die Idee kommen kann, steinerne und damit relativ unsichtbare Begrenzungspoller aufzustellen. Aber vielleicht gilt auch hier das alte Kölsche Motto, dass es ja schon immer gut gegangen ist…


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