Sie ist mir vertraut, die Strecke, die ich morgens zur Arbeit benutze und am Nachmittag auf dem Weg nach Hause befahre. Vertraut sind mir die Straßenbeläge und Schlaglöcher, die sich eigentlich nie ändern. Bekannt sind mir die Häuser, an denen ich vorbei fahre. Selbst die jahreszeitlichen Veränderungen, die sich an den Bäumen zeigen, sind mittlerweile vertraut, weil wiederkehrend. Und es gibt Menschen, die mir immer wieder begegnen auf dem Weg, den ich mit meinem Fahrrad nahezu täglich nehme. Ich erkenne ihre Gesichter, als ob ich sie näher kennen würde. Deshalb irritiert es, dass einer dieser Menschen nun fehlt. Weiterlesen
Der Mann auf der Parkbank
Von der Liebe zum Fahrrad
Mein Fahrrad ist mir wichtig. Man könnte sogar sagen, dass ich mein Fahrrad liebe. Ich vermisse es, wenn ich längere Zeit nicht mit ihm gefahren bin (wie in der letzten Zeit aufgrund von Arbeit am heimischen Schreibtisch). Ich sorge mich, wenn es Schäden nehmen könnte z.B. durch schlechte Abstellanlagen. Und ich pflege es, wenn z.B. Teile ersetzt oder gereinigt werden müssen. Insgesamt scheint es also ein schon irgendwie liebevolles Verhältnis zu diesem Alltagsgefährt zu sein. Um solch eine Liebe zum Fahrrad geht es auch in einem neuen Buch aus dem Knesebeck-Verlag. Simon Akstinat hat mit “Cycle Love” einen handlichen Bildband über Fahrräder und ihre Besitzer veröffentlicht. Ich habe es mir einmal angeschaut. Weiterlesen
Kind und Fahrrad: Grobe Unkenntnis per Ratgeber

Ratgeber Titelbild
Wie ich vor Kurzem per E-Mail erfuhr, hat das Internetportal “gutefrage.net” einen Ratgeber veröffentlicht, der sich mit “Tipps und Ideen rund ums Kinderfahrrad” beschäftigt. Nun kenne ich mit der Thematik aufgrund fehlender eigener Kinder nicht besonders aus. Nichtsdestotrotz habe ich mir diesen Ratgeber durchgelesen. Er ist sicherlich gut gemeint, aber an einigen zentralen Punkten zeichnet er sich doch durch grobe Unkenntnis aus. Dies führt zu schlichtweg falschen Aussagen und zu Unterlassungen von Ausführungen, die für die Zielgruppe (Eltern) sicherlich sehr relevant sind. Weiterlesen
Hövding: Alternative zum Fahrradhelm?
Leider ist es ja heutzutage als nahezu notwendig anzusehen, sich mit einem Helm beim Fahrradfahren vor möglichen Unfallfolgen zu schützen. In unserem Straßenverkehr gibt eben nicht der Stärkere nach in Form größerer Umsicht sondern der Schwächere muss sicherheitstechnisch aufrüsten. Nun denn, die Diskussion möchte ich hier nicht führen. Diese Situationsbeschreibung hat jedenfalls im letzten Jahr dazu geführt, dass ich einen Fahrradhelm trage. Da ich mir meine Kleidung und somit mein Erscheinungsbild in der Öffentlichkeit schon gerne mit Bedacht auswähle, kann ich die modischen Mützenbezüge dieses Helmes auswechseln – je nach Jahreszeit und Kleidungsstil. Das einzige, was unter dem Helm leidet, ist die Frisur. Seit dem letzten Jahr verspricht nun ein Produkt aus dem schwedischen Malmö, dass dieser Nachteil von Fahrradhelmen kein Grund mehr sein muss, um auf einen Kopfschutz beim Fahrradfahren zu verzichten. Mit dem Hövding wird der Kopf im Falle eines Unfalles geschützt – von einem Airbag. Weiterlesen
Die Schönwetterradler sind wieder da!
Der Frühling ist da! Und sie sind wieder da! Die Schönwetterradler entdecken ihr zweirädriges Gefährt. Sie wagen sich bei steigenden Temperaturen und vermehrten Sonnenstrahlen auf ihr Fahrrad und radeln los. Sie sind wieder da, die gefährdenden Radfahrer. Weiterlesen
Winter ade – bitte!
Der metereologische Frühling hat begonnen, aber der astronomische lässt noch auf sich warten. Auch wenn in den letzten Tagen die Tagestemperaturen ein angenehmes Maß erreichten, ist die Kälte doch noch das vorherrschende Temperaturgefühl beim Fahren. Entsprechend winterlich ist der Alltagsradfahrer noch gekleidet. Doch darauf könnte ich allmählich verzichten. Ich warte auf Sonnenstrahlen, die nicht nur bestimmte Kleidungsstücke durch ihre Wärme überflüssig machen sondern auch eine heitere Stimmung während der Fahrt zur Arbeit und nach Hause befördern.
“Mach doch einen Führerschein!”

Ortschaft am Ende der Landstraße
“Mach doch einen Führerschein!” Diesen Satz habe ich in der letzten Zeit häufiger gehört. Anlass dafür waren meine Erzählungen über Dienstreisen an einige entlegenere Orte. So führte mich mein Weg beispielsweise vergangene Woche ins Sauerland. Ins tiefste Sauerland, möchte ich ergänzen. An einen Ort, der normalerweise ausschließlich mit dem Auto angefahren wird. Ein Ort, dessen öffentlicher Nahverkehr auch dementsprechend gestaltet ist. Aber ich habe nie eine Führerscheinprüfung gemacht. Und je mehr ich aufgrund der Nachfragen darüber nachdenke, desto mehr bin ich mir sicher, dass ich dies auch nie machen möchte. Denn wohin mich mein Fahrrad aufrund der Entfernung nicht bringen kann, dorthin bringt mich der öffentliche Nahverkehr.




